Schwitzen – Lebenswichtig, aber unangenehm und lästig

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Schwitzen, das Kühlsystem des Organismus, ist eine lebenswichtige Funktion. Starke Schweißausbrüche sind aber auch unangenehm und lästig. In der Bevölkerung leiden etwa fünf bis zehn Prozent an übermäßiger Schweißabsonderung. Was verursacht starkes Schwitzen beim Menschen? Welche Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Ohne Schweißbildung würden die Menschen innerlich verkochen. Da bei jeder Bewegung überschüssige Wärme gebildet wird. Um aber eine Überhitzung des Körpers zu vermeiden, sorgen zwei bis drei Millionen Schweißdrüsen dafür, dass die Körpertemperatur bei 37 Grad Celsius gehalten wird. Die beim Schwitzen auftretenden Schweißperlen, verdunsten auf der Haut und kühlen den Körper wieder ab. Üblicherweise schwitzt ein Erwachsener jeden Tag 100 bis 200 ml aus. Unter extremer Wärme, z.B. im Tagebau oder in einer Schmelzerei, sondert ein Mensch sogar bis zu 6 Liter Schweiß ab.

Der Schweißausbruch erfolgt über Nervenfasern, die durch biochemische Vorgänge angeregt werden. Wobei das vegetative Nervensystem, über Zentren im Zwischenhirn und Rückenmark, die Schweißabsonderung steuert. Diese empfindlich reagierenden Zentren, stehen außerdem mit den Bereichen im Gehirn in Verbindung, die das Gefühlsleben regeln. Darum schwitzen nervöse und stark gefühlsbetonte Menschen häufiger. Schweiß an sich ist aber geruchlos. Erst wenn er mit den Bakterien auf der Haut in Verbindung kommt, fängt er an zu riechen. Vor allem tritt das Schwitzen, in den Achselhöhlen, am Kopf, im Nacken, auf der Stirn sowie an Hand- und Fußflächen auf.

Die Ursachen für häufiges Schwitzen, können sehr vielfältig sein. So muss z.B. die Veranlagung vorhanden sein. In diesem Fall, sind bei den Betroffenen die Schweißdrüsen viel aktiver, als bei anderen.

Die häufigsten Ursachen sind:
• Körperliche Bewegung
• Übergewicht – Fettsucht
• Nervosität, Überanstrengung, Angst
• Erkältung oder Infektion mit Fieber
• Hormonelle Veränderungen: Klimakterium (Wechseljahre), Schwangerschaft, Stillzeit, Menstruation
• Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunltion)
• Hypoglykämie (Unterzuckerung bei Diabetikern)
• Erkrankungen, z.B. Herzinfarkt, Parkinson, Blinddarmdurchbruch
• Drogen- oder Alkoholentzug
• Einnahme von Medikamente, wie: Kortison, Schilddrüsenpräparate, Acetylsalicylsäure etc.
• Veranlagung

Kann für eine vermehrte Schweißabsonderung, eine Krankheit als Ursache ausgeschlossen werden, ist eine gute Vorbeugung hilfreich. Die einfachste Maßnahme, ist die Vermeidung von schweißauslösenden Dingen, wie scharfe Gewürze, heiße Speisen, aber auch auf Koffein und Tabak sollte verzichtet werden. Bei der Kleidung ist darauf zu achten, dass keine Kunstfasern verwendet wurden. Am besten geeignet sind Naturfasern, wie Baumwolle oder Seide. Da natürliche Materialien, den Schweiß am schnellsten abdampfen lassen. Ebenso wichtig, ist eine gute Körperhygiene. Die betroffen Hautstellen sollten mit einer milden Seife täglich gewaschen und anschließend mit Fußsprays bzw. Deos behandelt werden. Diese enthalten u.a. antibakterielle Mittel, die die Geruchsbildung verringern oder sogar verhindern.

So z.B. die Gehwol Körper- und Fußpflegprodukte, welche mit erprobten Hautschutzstoffen pflegen. Eine Kombination aus hautfreundlichen Deostoffen, vermeidet die geruchsbildende Zersetzung des Schweißes, indem die Ausbreitung von schweißzerstörenden Bakterien verhindert und schweißzersetzende Fermente zuverlässig inaktiviert werden. Aber auch Antitranspirantien auf Basis von Aluminiumchloridsalzen oder Methenamin wie Perspirex, Yerka, Odorex, Hidrofugal und Antihydral hemmen wirksam die Schweißabsonderung, indem sie adstringierend wirken. Diese Antitranspirantien packen das Übel an der Wurzel. Die Zusatzwirkstoffe reagieren direkt mit dem Schweiß und den abgestorbenen Hautzellen in der Schweißdrüse. Dadurch bildet sich eine Art „Pfropfen“, der die Schweißdrüse verschließt. Der abgegebene Schweiß wird reduziert und unangenehmer Körpergeruch für 3 bis 5 Tage gehemmt. Gleichzeitig wird die bakterielle Hautflora reguliert. Viele Produkte sind außerdem frei von Farb-, Duft- und Konservierungsstoffen und daher auch besonders hautverträglich.

Auch mit dem Naturmittel Salbei kann übermäßiges Schwitzen von innen, gemildert werden. Salbei enthält viele ätherische Öle wie Kampfer, Thujon und Cineol. Darüber hinaus befinden sich in diesem Lippenblütengewächs auch Flavonoide, Gerbstoffe, Steroide und Triterpene. Während das Gemisch aus ätherischen Ölen das Wachstum von Bakterien und Pilzen verhindert, wirken die Gerbstoffe entzündungshemmend, die Flavonoide krampflösend und gallentreibend. Des Weiteren wirkt Salbei hemmend auf die Schweißabsonderung, indem das Wärmeregulationszentren im Mittelhirn beeinflusst wird. Zu den pflanzlichen Heilmitteln, die die Schweißbildung schonend regulieren gehören, z.B. Sweatosan und Salvysat.

Es gibt aber auch Betroffene, bei denen die genannten Vorbeugemaßnahmen nicht mehr helfen, da sie bis zu sechs Mal mehr als normal schwitzen. Selbst wenn sie sich körperlich nicht anstrengen und die Temperaturen angenehm sind. Dieses krankhafte Schwitzen, wird Hyperhidrose genannt und durch eine Überfunktion der Schweißdrüsen verursacht. Heute ist die Krankheit aber sehr gut behandelbar.

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