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Anlagen von Krankenkassen, Renten- und Unfallversicherungen bei Lehman Brothers

Nicht nur zahlreiche Bankhäuser hatten erhebliche Geldmengen bei der Pleite gegangenen US-Investmentbank Lehman Brothers investiert. Auch deutsche Sozialversicherungen und Berufsgenossenschaften legten dort große Summen an. Von dem Lehmann-Konkurs sind neben Renten- und Unfallversicherungen auch gesetzliche Krankenversicherungen (GKV), wie Barmer, Knappschaft oder Ortskrankenkassen betroffen.

Nach Angaben des Bundesversicherungsamtes, hat die Barmer Ersatzkasse bei der deutschen Tochter der untergegangenen US-Investmentbank Lehman Brothers, insgesamt 210 Millionen Euro angelegt. Auch die Knappschaft Bahn-See legte dort etwa 90 Millionen Euro an. Die Ortskrankenkassen sollen davon ebenso betroffen sein. Da diese Kassen jedoch nicht der Bundes- sondern der entsprechenden Landesaufsicht unterstehen, dürfte es in diesem Fall schwieriger werden, einen Überblick aller Verluste zu bekommen. Bisher steht lediglich fest, dass die AOK Niedersachsen mit 20 Millionen Euro bei der US-Investmentbank dabei war.

Das Geld dieser Kassen ist jedoch durch den Einlagensicherungsfonds gedeckt. Dabei liegt die Sicherungsgrenze pro Einleger bei 285 Millionen Euro. Darüber hinaus spricht einiges dafür, dass die Kassen keine risikoreichen Engagements suchten, sondern sich bei ihren Anlagen an die Richtlinien des Sozialgesetzbuches gehalten haben dürften. Die gesetzlichen Kassen haben im Jahr 2007 etwa 155 Milliarden Euro aus ihren Beitragseinnahmen gezielt angelegt, so das Bundesgesundheitsministerium.

Thema: www Gesundheit-Nachrichten veröffentlich am Mittwoch, 29. Oktober 2008

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