Heuschnupfenmittel DHU

Heuschnupfenmittel DHU Tabletten eignen sich zur Anwendung bei allergischen Erkrankungen der oberen Atemwege wie z.B. Heuschnupfen (Pollinosis) und ganzjährigem allergischem Schnupfen (perenniale allergische Rhinitis). Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab.

Heuschnupfen tritt bei vielen Betroffenen das erste Mal bereits in der Kindheit oder im Jugendalter auf, mit steigender Tendenz. Allein in Deutschland leiden etwa 13 Prozent aller Kinder jedes Jahr an den typischen Heuschnupfen-Symptomen, bei den Erwachsenen sind es ungefähr 20 Prozent. Dabei sind viele Allergiker besonders im Frühjahr und Sommer, durch die verschiedenen allergischen Reaktionen, in Schule und Beruf stark eingeschränkt.

Darüber hinaus entwickeln immer mehr von Heuschnupfen Geplagte eine Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel, auf die der Körper mit einer allergischen Reaktion antwortet. Eine derartige Kreuzallergie wird hervorgerufen, durch die weit verzweigte Verwandtschaft der Pflanzen untereinander. Dies führt dazu, dass sich die Allergene ähneln, da sie nahezu identische Eiweißstrukturen aufweisen. Aus diesem Grund können bei einer bereits bestehenden Allergie (z.B. Pollenallergie), weitere allergische Reaktionen auf bestimmte Stoffe von Nahrungsmitteln auftreten. So können zum Beispiel Betroffene mit einer Hasel-, Erlen- oder Birkenpollenallergie auch allergisch auf Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln, Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Kirschen, Kartoffeln, Karotten etc. reagieren. Dagegen kann es bei einer Gräserallergie zu einer später auftretenden Allergie gegen beispielsweise Tomaten, Erdnüssen, Soja, Roggen und Weizen kommen.

Grundsätzlich ist Heuschnupfen eine Allergie gegen Blütenstaub (Pollen) der unterschiedlichsten Pflanzenarten. In der Medizin wird der Heuschnupfen als allergische Rhinitis, Pollinosis oder Pollenallergie bezeichnet. Dabei werden die Pollen durch die Luft übertragen und lösen bei Betroffenen, eine allergische Reaktion aus. Je nachdem, auf welche Pollen Betroffene allergisch reagieren, kann der Heuschnupfen unter anderem im Frühjahr durch Sträucher- und Baumpollen (z.B. Eiche, Birke, Erle, Ulme, Hasel), im Sommer durch Gräser- und Getreidepollen (z.B. Roggen, Weizen, Hafer) und im Herbst durch Kräuterpollen (z.B. Beifuß, Gänsefuß), ausgelöst werden. Dagegen wird der Ganzjahres-Heuschnupfen durch Tierhaare, Hausstaubmilben und Schimmelpilzsporen verursacht.

Ursache des Heuschnupfens (Pollenallergie) ist eine allergische Reaktion auf eigentlich harmlose Substanzen wie etwa Pflanzenpollen. Da der Organismus diese Substanzen aber als gefährlich einstuft, bildet das Immunsystem nach dem ersten Kontakt Abwehrstoffe (Antikörper) aus. Kommt es zu einem erneuten Kontakt mit den Allergenen, binden die Antikörper an bestimmte Körperzellen, den so genannten Mastzellen. Diese schütten daraufhin Entzündungsbotenstoffe, die Histamine, aus. Die speziellen Botenstoffe werden im Körper schnell verteilt und verursachen die für den Heuschnupfen bekannten allergischen Reaktionen.

Heuschnupfen äußert sich unter anderem durch folgende Symptome:

● Bindehautentzündung (Konjunktivitis) mit tränenden, brennenden und juckenden Augen
● Fließschnupfen mit Niesreiz, Niesanfälle und Nasenjucken
● verstopfte Nase
● Juckreiz der Schleimhäute im Mund, Hals und Ohr
● trockene Nasenschleimhaut
● Kratzen im Hals
● allergische Reaktionen der Haut mit Rötungen, Juckreiz und Schwellungen
● Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen

Schwere Fällen sind zudem oft mit Atemnot und allergischem Asthma bronchiale (Entzündung der Atemwege) verbunden.

Mit unterschiedlichen Maßnahmen können die Symptome gelindert bzw. eingedämmt werden. Zuerst sollten Pollenallergiker darauf achten, den Kontakt zum auslösenden Allergen so gut wie möglich zu vermeiden (med.: Allergenkarenz). Wenn die allergieauslösenden Pollen bekannt sind, kann als ursächliche Therapie eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden. Eine Hyposensibilisierung findet unter ärztlicher Aufsicht statt und dauert in der Regel mehrere Jahre. Auch können die Beschwerden einer Pollenallergie durch die Gabe von Medikamenten gemindert bzw. beseitigt werden.

Das Heuschnupfenmittel DHU regt die Selbstheilungskräfte des Körpers an und hilft, den aus dem Gleichgewicht geratenen Organismus wieder in Einklang zu bringen. Dabei enthält das Arzneimittel drei aufeinander abgestimmte homöopathische Einzelmittel, die sich in ihrer Wirkung gut ergänzen. So lindert Galphimia glauca selbst starkes Tränen und Brennen in den Augen, sowie Kribbeln und Brennen der Nasenschleimhaut. Dagegen beeinflusst Luffa operculata die Schleimhäute des Rachens, der Nase und Nasennebenhöhlen. Damit verbunden ist ein Rückgang der Sekretabsonderung. Ebenso werden Trockenheit von Hals, Rachen und Zunge gelindert, sowie das Gefühl einer verstopften Nase beseitigt. Der dritte Bestandteil, Cardiospermum halicacabum, wirkt gegen entzündlich-allergische Zustände, die mit Juckreiz verbunden sind. Typische Beschwerden werden von innen gelindert und Überreaktionen auf Pollen abgeschwächt bzw. vermieden. Dadurch lassen sich die vielfältigen Symptome bei Heuschnupfen oder ganzjährig allergischem Schnupfen schon zu Beginn gut beeinflussen. Hinweis: Vor der Anwendung von Heuschnupfenmittel DHU bei ganzjährigem allergischem Schnupfen, ist die Krankheitsursache von einem Arzt abzuklären.

Dauern die Beschwerden über einen längeren Zeitraum an, sind nicht eindeutig oder treten wiederholt auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden, da es sich um Erkrankungen handeln kann, die von einem Arzt abgeklärt werden müssen.

Hinweis: Heuschnupfenmittel DHU darf nicht angewendet werden, bei einer (allergischen) Überempfindlichkeit gegen Weizenstärke oder einen der sonstigen Bestandteile (Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat). Beim Vorliegen einer Unverträglichkeit gegen bestimmte Zuckerarten, sollte dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden, da die Tabletten Lactose (Milchzucker) enthalten. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte das homöopathische Arzneimittel nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden, da keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen zur Anwendung bei Schwangeren und Stillenden vorliegen. Bei Kindern unter 6 Jahren soll Heuschnupfenmittel DHU nicht angewendet werden, da zur Anwendung des Arzneimittels bei Kleinkindern keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen vorliegen. Eine Beeinflussung der Wirkung von Heuschnupfenmittel DHU durch andere Arzneimittel ist bisher nicht bekannt. Jedoch kann die Wirkung eines homöopathischen Arzneimittels durch allgemein schädigende Faktoren in der Lebensweise und durch Reiz- und Genussmittel ungünstig beeinflusst werden. Falls sonstige Medikamente einzunehmen sind, ist der Arzt um Rat zu fragen. Weiterer Hinweis: Weizenstärke kann geringe Mengen Gluten enthalten. Diese gelten aber für Menschen, die an Zöliakie erkrankt sind, als verträglich.

Nebenwirkungen: Bei Einnahme von Heuschnupfenmittel DHU kann es in seltenen Fällen, z.B. aufgrund der Weizenstärke, zu Unverträglichkeitsreaktionen wie Magenbeschwerden oder Hautausschlägen kommen. Die vorhandenen Beschwerden können sich bei der Einnahme eines homöopathischen Arzneimittels jedoch vorübergehend verschlimmern (Erstverschlimmerung). In diesem Fall sollte das Arzneimittel abgesetzt und der Arzt befragt werden. Beim Auftreten von Nebenwirkungen, die nicht in der Gebrauchsinformation angegeben sind, sollten diese dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden.

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