Gesundheitsfonds: Experten befürchten einen „deutlichen“ Anstieg der Kassenbeiträge

Nach den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) warnen jetzt auch Gesundheitsökonomen vor einer „drastischen“ Erhöhung der Kassenbeiträge, wenn der Gesundheitsfonds am 1. Januar 2009 zu den schon bekannten Konditionen eingeführt werden sollte.

Peter Oberender, Emeritus der Universität Bayreuth, ist einer der Warnenden. Seiner Meinung nach, dürfte der für alle Versicherten einheitlich gültige GKV-Beitrag etwa 15,7 Prozent (vom Bruttolohn) betragen. Dagegen rechnet man beim Bundesverband der Allgemeinen Ortskrankenkassen mit einem Beitragssatz von 15,6 Prozent. Dies führe zu einer Mehrbelastung von rund 300 Euro je Kassenmitglied und Jahr.

Begründet wird diese Steigerung unter anderem mit der als erforderlich erkannten finanziellen Aufstockung der stationären Versorgung und den zugesagten Honorarsteigerungen für die niedergelassenen Ärzte (2,5 Milliarden Euro). Dabei dürfte die finanzielle Erhöhung der medizinischen Versorgungsleistungen für Krankenhäuser und Kliniken mindestens weitere 1,5 Milliarden Euro kosten.

Die Politik äußerte sich bislang jedoch nicht zu den jüngsten Diskussionen. Sogar die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) ließ sich nur mit ihrer schon wiederholt geäußerten Warnung vor „Spekulationen über anstehende Beitragserhöhungen“ zitieren.

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