Crescina

Crescina ist ein örtlich auf der Kopfhaut anzuwendendes Kosmetikum. Es kann helfen, das natürliche Haarwachstum an den schütteren Kopfhautpartien zu fördern, wenn die Haarfollikel noch aktiv sind.

Das Kosmetikum Crescina wurde 1991 in den Laboren von Labo Cosprophar Suisse entwickelt. Dabei handelte es sich noch um ein haarausfallhemmendes und gefäßerweiterndes Präparat aus den Aminosäuren, Cystin und Lysin. Dieses soll unterstützend auf die noch aktiven Haarwurzeln, den Haarnachwuchs gefördert haben.

Im Jahre 1998 wurde entdeckt, dass eine Verbindung der beiden Aminosäuren, Cystin und Lysin, mit einem Glykoprotein zu einer Anregung des Zellstoffwechsels der noch aktiven Harrzwiebeln führt. Dadurch konnte die Produktion des Keratins, welches für die Haarbildung notwenig ist, gesteigert werden. Keratin (=Eiweiß) ist ein im Haar enthaltender Wirkstoff, der den Haaren ihre Festigkeit und Spannkraft verleiht.

Im gleichen Jahr wurde Crescina in der Schweiz zum Patent angemeldet. Gegenstand des Schweizer Patents war, dass das Kosmetikpräparat den physiologischen Haarwuchs an den von Haarschwund betroffenen Stellen anregen kann.

Durch eine zusätzliche Massage während des lokalen Auftragens von Crescina wird die Verteilung der Aktivstoffe unterstützt. Dadurch wird die Durchblutung angeregt, was die Aufnahmebereitschaft der Haarzwiebel für die einzelnen Aktivstoffe erhöht.

In der formulierungstechnischen Sicht verknüpft das Kosmetikpräparat die beiden Aminosäuren Cystin und Lysin, mit dem speziellen Wachstumsfaktor Glykoprotein. Dieser vermag den Zellstoffwechsel zu verstärken, wodurch die Proteinherstellung insbesondere des Haarproteins Keratin angeregt wird.

Dabei kommt die Aminosäure Cystin in der größten Menge im Haar vor. Das Haarwachstum, die Proteinherstellung und die Dicke der Haarfaser hängen von der Verfügbarkeit dieser Aminosäure ab. Ist die Cysteinkonzentration verringert, kommt es zu einer Verminderung des Haarwachstums, des Durchmesser der sich entwickelnden Haarfasern und zu einem Rückgang der Festigkeit des Haarschaftes. Der Haarschaft erstreckt sich vom Haaransatz an der Kopfhaut bis zu den Haarspitzen.

Dagegen zählt Lysin zu den essentiellen Aminosäuren. Es ist in der Struktur aller Proteine enthalten und unterstützt das Wachstum, die Regeneration der Gewebe und die Erzeugung von Antikörpern, Hormonen und Enzymen. Die Aminosäure kommt überwiegend in den Proteinen der inneren Haarwurzelscheide vor, welche dem Haar Form und Gestalt gibt. Ist der Gehalt an Lysin ausreichend, werden die Proteine der inneren Wurzelscheide und des Haarmarks (Gewebesubstanz des Haares) stabilisiert.

Gemeinsam mit den beiden Aminosäuren (Cystin, Lysin) und dem Glykoprotein bilden sie die Hauptbestandteile von Crescina. Das Eindringen der Bestandteile in die Kopfhaut bewirkt, dass der Zellstoffwechsel der sich in der Wachstumsphase befindlichen Haarzwiebeln angeregt wird. Zudem wird die Bereitstellung der für die Proteinerzeugung nützlichen Aminosäuren gefördert. Dadurch kann laut Hersteller das Kosmetikum Crescina seine den natürlichen Haarwuchs unterstützende Effekte vollständig entfalten.

Ergänzt wird die Formulierung von Crescina durch Silicium und Zink, welche erforderlich sind für die follikuläre Funktionalität und die Haarwachstumsprozesse.

Die lokal anzuwendenden Kosmetikbehandlungen in Ampullen sind zur Reduzierung von Kopfhautlichtungen mit unterschiedlich dosierten Anteilen an Cystin, Lysin und Glykoprotein verfasst und abhängig vom jeweiligen Lichtungsgrad.

Folgende Dosierungen in Abhängigkeit vom Lichtungsgrad gelten für Männer und Frauen.
• Crescina 100, zur Anwendung bei leichtem Haarschwund.
• Crescina 200, zur Anwendung bei umfangreichem Haarschwund.
• Crescina 300, zur Anwendung bei starkem Haarschwund.
• Crescina 500, zur Anwendung bei Kahlköpfigkeit im Anfangsstadium.
• Crescina 700, zur Anwendung bei verbreiteter Kahlköpfigkeit im Anfangsstadium.

In einer neuen Formel fügten die Forscher zwei neue Komponenten, den Metabolisator Diguanosine T.P. und den Zellproliferator Prolifex hinzu. Die neue Formulierung Crescina R5 wurde im Vergleich zum bestehenden Crescina wesentlich verbessert. Es unterstützt speziell das Wachstum der Haare, indem es ideale Bedingungen für die Haarfollikel schafft. Dabei ist es erforderlich Crescina R5 über einen Zeitraum von mindestens zwei Monaten jeden zweiten Tag auf die Kopfhaut aufzutragen. Dies ist notwendig, damit das natürliche Wachstum der Haare auch an schütteren Stellen erfolgen kann.

Auch das neue örtlich anzuwendende Crescina R5 gibt es in den 5 bekannten Dosierungen für Männer und Frauen zum kosmetischen Gebrauch. Bei leichter, stärkerer oder sehr starken Lichtung (Crescina R5 100, 200 oder 300) bei beginnender Kahlheit (Crescina R5 500 und 700).

Hinweise: Bis zum Eintreten eines sichtbaren Effekts können mindestens 2 Monate vergehen, da das Haar nur sehr langsam wächst. Dabei ist das Kosmetikpräparat vorsichtig mit dem beigefügten Dosierer aufzutragen. Es kann zu einer Rötung der Kopfhaut kommen, da die Wirksubstanzen in die Haut zu den Follikeln transportiert werden sollen. Wenige AnwenderInnen berichteten, von einem verstärkten Ausfall der Haare zu Beginn der Behandlung. Dies beruhigt sich aber wieder und die neuen Haare kommen dann noch dichter nach. Das heißt, die alten Haare fallen aus, sobald die neuen Haare zu wachsen beginnen. Das örtlich aufzutragende Präparat in Ampullen für den kosmetischen Gebrauch, eignet sich nicht zur Anwendung bei vollständig verkümmerten Haarfollikeln.

Crescina (Vertrieb: Melbrosin GmbH) ist in der Apotheke und Versandapotheke erhältlich.

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