ACC akut Hustenlöser

ACC akut 600 mg Hustenlöser eignet sich zur Schleimlösung und zum erleichterten Abhusten bei Atemwegserkrankungen mit zähem Schleim.

Husten ist eine natürliche Schutzreaktion des Körpers, welcher im Normalfall der Reinigung der Atemwege (Luftröhre, Bronchien) dient. Aus diesem Grund sollte er nicht unterdrückt werden. Durch einen Hustenstoß werden in die Atemwege gelangte Fremdkörper (z.B. Staubpartikel) oder Krankheitserreger aus der Luftröhre entfernt. Rutscht beispielsweise ein Brotkrümel in die Luftröhre anstatt in die Speiseröhre, reagieren die Schleimhäute der Atemwege sofort und lösen unmittelbar einen Hustenreiz aus. Dadurch wird der Fremdkörper schnell wieder nach außen befördert.

Gewöhnlich sind die untersten Atemwege und die Lugen mit wenig Keimen belastet. Erst in die Luftröhre gelangte Fremdkörper, erhöhen die Anzahl krankmachender Bakterien. Als eine natürliche Abwehrfunktion des Körpers, schützt der Husten vor Erkrankungen, wenn Fremdkörper in die Lunge gelangen.

Besonders häufig tritt Husten als eine Begleiterscheinung einer Erkältung auf. Dabei greifen die in den Bronchien festgesetzten Viren deren Schleimhaut an und verursachen dadurch eine Entzündung. Dies führt zu einer verstärkten Bildung von zähem Schleim, welcher die Flimmerhärchen behindert, so dass Fremdkörper und andere Stoffe nicht mehr abtransportiert werden können. Mit zunehmender Krankheitsdauer sammelt sich vermehrt zäher Schleim in den Atemwegen an. Der Schleim reizt wiederum die freien Nervenenden, was zu einem anhaltenden Hustenreiz führt. Dadurch treten immer neue Hustenanfälle auf, weil sich der Körper von dem Schleim befreien möchte.

Verschiedene Hustenarten und ihr Verlauf
– Trockener Reizhusten
Zu Beginn einer Erkältung ist der Husten häufig trocken und schmerzhaft. Beim trockenen Reizhusten wird kein Schleim ausgestoßen. Hauptsächlich während der Nachtruhe ist er sehr belastend. In der Regel dauert der trockene Reizhusten nur kurz an. Tritt er aber über einen längeren Zeitraum auf, sollte ein Arzt kontaktiert werden.

– Festsitzender Husten
Oft verwandelt sich der trockene Reizhusten in einen festsitzenden Husten, welcher zu Beginn mit einer verstärkten Produktion von Schleim einhergeht. Dieser sitzt jedoch sehr fest, wodurch der Schleim nicht abtransportiert werden kann. Dies hat zur Folge, dass die Atemwege nicht wirksam gesäubert werden. Aus diesem Grund wir diese Hustenart auch als „unproduktiv“ bezeichnet. Da der Körper aber fortlaufend versucht den Schleim abzutransportieren, besteht der Hustenreiz weiter.

– Verschleimter Husten
Da der Schleim dieser Hustenart nicht mehr so fest sitzt, kann dieser abgehustet werden. Deshalb spricht man auch von einem „produktiven“ Husten. Somit wirken die Hustenattacken befreiend, da es zu einem Abtransport des Schleims aus den Bronchien kommt. Der verschleimte Husten übernimmt dadurch die notwendige Reinigungsarbeit, wenn verstärkt zähflüssiger Schleim gebildet wird. Bei Unterdrückung des Hustenreizes staut sich der Schleim in den Bronchein und dient weiteren Erregern als ideale Brutstätte.

Der bei einer Erkältung oft gebildete festsitzende Schleim, kann durch einen Hustenlöser verflüssigt und anschließend leichter abgehustet werden. Dabei ist der bei einer Erkältung produzierte zähe Schleim anders zusammengesetzt, als der normale wässrige Bronchialschleim. Dieser besteht aus so genannten Molekülketten, welche wie ein Netz an einigen Punkten miteinander verbunden sind. Dagegen ist zäher Schleim viel engmaschiger verwoben, da er viel mehr Schnittstellen besitzt. ACC akut Hustenlöser mit dem Wirkstoff Acetylcystein, löst die vielen Schnittpunkte auf und entflechtet das dichte Netz. Der Schleim wird flüssiger und kann leichter abgehustet werden.

Dabei blockiert ACC akut Hustenlöser den Hustenreiz nicht, sondern unterstützt das Abhusten. Darüber hinaus schützt Acetylcystein die Atemwege vor dem anhaltenden Ansturm aggressiver Sauerstoffmoleküle (freie Radikale). Auch wenn der Körper über ein eigenes Abwehrsystem gegen freie Radikale verfügt, ist dieses bei einer Erkältung jedoch überfordert. Acetylcystein unterstützt das körpereigene Abwehrsysteme gegen die aggressiven Sauerstoffteilchen, indem sie entgiftet und unschädlich gemacht werden.

Bei einer Verschlimmerung der Symptome oder Ausbleiben einer Besserung, ist es notwendig einen Arzt aufsuchen.

Hinweise: ACC akut 600 mg Hustenlöser darf nicht eingenommen werden bei (allergischer) Überempfindlichkeit gegen Acetylcystein oder einen der sonstigen Bestandteile. Bei der Einnahme des Arzneimittels wurde sehr selten über das Auftreten von schweren Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung von Acetylcystein berichtet. Treten Haut- und Schleimhautveränderungen erneut auf, ist die Anwendung von Acetylcystein zu beenden und ärztlicher Rat ist umgehend einzuholen. Bei Leber- oder Nierenversagen sollte ACC akut 600 mg Hustenlöser nicht angewendet werden, damit eine weitere Zufuhr von stickstoffhaltigen Substanzen vermieden wird. Vorsicht ist geboten, beim Vorliegen der Krankheit Asthma bronchiale oder eines Magen- oder Darmgeschwürs, auch wenn dieses in der Vergangenheit aufgetreten ist. In der Schwangerschaft sollte ACC akut 600 mg Hustenlöser nur angewendet werden, wenn der behandelnde Arzt dies für absolut notwendig erachtet. Dies ist unbedingt einzuhalten, da keine ausreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Acetylcystein bei Schwangeren vorliegen. Während der Stillzeit sollte ACC akut 600 mg Hustenlöser nur angewendet werden, wenn der behandelnde Arzt dies für absolut notwendig erachtet. Dies ist unbedingt einzuhalten, da keine Informationen zum Übergang von Acetylcystein in die Muttermilch vorliegen. Grundsätzlich sollte vor der Einnahme von allen Arzneimitteln der Arzt oder Apotheker gefragt werden. Kinder unter 2 Jahren sollten Acetylcystein nur nach Rücksprache mit dem Arzt erhalten, da bisher keine ausreichenden Erfahrungen für eine allgemeine Empfehlung für diese Altersgruppe vorliegen. Wegen des hohen Wirkstoffgehaltes sollte das Arzneimittel bei Kindern unter 14 Jahren nicht angewendet werden. Für diese Altersgruppe stehen Arzneimittel mit einem niedrigerem Wirkstoffgehalt (z.B. ACC akut junior Hustenlöser) zur Verfügung. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn andere Arzneimittel eingenommen/angewendet bzw. bis vor kurzem eingenommen/angewendet wurden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Bei gleichzeitiger Anwendung von ACC akut 600 mg Hustenlöser und hustenstillenden Mitteln (Antitussiva) kann es aufgrund des eingeschränkten Hustenreflexes zu einem gefährlichen Sekretstau kommen, so dass die Indikation zu dieser Kombinationsbehandlung besonders sorgfältig gestellt werden sollte. Daher ist vor einer kombinierten Anwendung unbedingt der Arzt zu befragen. Es gibt Hinweise auf eine Abschwächung der Wirkung von Antibiotika (Aminoglykoside, Tetracycline, Penicilline) durch Acetylcystein. Deshalb sollte vorsichtshalber die Einnahme von Antibiotika getrennt und in einem mindestens 2-stündigen Abstand zeitversetzt stattfinden. Ausgenommen sind Arzneimittel mit dem Wirkstoff Loracarbef und Cefixim, da diese zusammen mit Acetylcystein angewendet werden können. Bei der Verkehrstüchtigkeit und dem Bedienen von Maschinen sind keine Besonderheiten zu beachten. ACC akut 600 mg Hustenlöser enthält als sonstigen Bestandteil Natrium (1 Brausetablette enthält 6,03 mmol = 138,8 mg Natrium). Bei Einhaltung einer kochsalzarmen Diät, ist dies zu berücksichtigen. Ebenso enthält dieses Arzneimittel als sonstigen Bestandteil Lactose. Aus diesem Grund ist ACC akut 600 mg Hustenlöser erst nach Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen, wenn bekannt ist, dass eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern vorliegt.

Nebenwirkungen: Unter der Einnahme von ACC akut 600 mg Hustenlöser kann es gelegentlich zu allergischen Reaktionen (Hautausschlag, Juckreiz, Quaddelbildung, Atemnot, Blutdrucksenkung und Herzschlagbeschleunigung), Kopfschmerzen und Fieber kommen. Ebenso können gelegentlich Bauchschmerzen, Mundschleimhautentzündungen, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen auftreten. Selten wurde über Atemnot, Bronchospasmen – hauptsächlich bei Patienten mit hyperreaktivem Bronchialsystem bei Asthma bronchiale – berichtet. Sehr selten kam es zum Auftreten anaphylaktischer Reaktionen bis hin zum Schock. Auch wurde sehr selten das Auftreten von Blutungen im Zusammenhang mit der Gabe von Acetylcystein beobachtet, zum Teil im Rahmen von Überempfindlichkeitsreaktionen. ACC akut 600 mg Hustenlöser darf beim ersten Auftreten einer Überempfindlichkeitsreaktion nicht wiederholt eingenommen werden. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt oder Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Gebrauchsinformation aufgeführt sind.

ACC akut 600 mg Hustenlöser Brausetabletten (Pharmazeutischer Unternehmer: Hexal AG) sind in der Apotheke und Versandapotheke erhältlich.

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