ABDA: Oberste Pflicht liegt auf dem Patientenschutz

Die Forderung von Margaret Chan, Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation WHO, aus den katastrophalen Folgen der Finanz- und Bankenkrise zu lernen, wird von den deutschen Apothekern unterstützt.

Heinz-Günter Wolf, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) sagt: „Die seit Jahren von interessierten Kreisen via Brüssel und Luxemburg angeheizte Debatte um eine Liberalisierung der Gesundheits- und Arzneimittelversorgung zeigt, mit welchen tatsächlichen Zielen Konzerne den gesunden Menschenverstand ausschalten wollen.“ Wolf sieht zudem im Verbraucher- und Patientenschutz die wichtigste Priorität. Er fordert, dass die Politik aufgrund der jüngsten Erkenntnisse davon nicht abrücken darf.

„Zunächst dem freien Spiel der Kräfte alles unterzuordnen, bis dieselben Kräfte nach dem rettenden Staat rufen, würde im Gesundheitssystem tödlich enden“, folgert der ABDA-Präsident. Vielmehr geht es darum, die Versorgung der Menschen auch in Zukunft zu sichern. Es darf nicht sein, dass das Wohlergehen der Bürger den Renditezielen einzelner sogenannter Gesundheitskonzerne und Unternehmerfamilien untergeordnet wird, so Wolf weiter.

Als positives Beispiel hob der ABDA-Präsident die deutschen Apotheken hervor, da für sie die persönliche Verantwortung eine entscheidende Größe in der Gesundheitsversorgung ist und auch sein muss. Für Wolf ist der mit seinem Hab und Gut haftende Apotheker das Grundgerüst für die Versorgung der Zukunft. Zudem kritisierte er, dass die Konzerne zwar eine schöne heile Welt versprechen, wenn aber daraus nichts wird, deren Überreste dann wieder von der Gesellschaft und dem Staat verwaltet werden müssen.

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